10 Feb

App-geschrieben – Gut, dass Hunde älter werden

App für alle

Internetjahre zählen bekanntlich wie Hundejahre. So ist es nicht verwunderlich, dass die Halbwertzeit von Online-Entwicklungen recht überschaubar ist. Oft sind es nur wenige Jahre.

Als 2008 Mark Zuckerberg mit seinem neuen Portal die Sozialen Netzwerke populär machte, hielten es viele für einen Hype, der nicht von Dauer sein wird. Das war vor 12 Jahren. Die vielleicht schönste Funktion von Facebook ist „Erinnerung“. Der Algorithmus dahinter ist recht simpel. Fand eine Meldung vor Jahren Beachtung, kann es vielleicht noch einmal aus der Kiste holen und noch ein paar „gefällt mir“ einsammeln. Gut, dass Facebook da fragt, weil man nicht immer an Vergangenes erinnert werden möchte.

Der Service wird um so wertvoller, je weiter das Ereignis zurück liegt. Es liegt in der Natur von uns Menschen, dass wir meistens sagen: „Echt, ist das schon so lange her? Hätte ich nicht gedacht….“ Im aktuellen Fall ging es mir nur ein bißchen so, denn das Ereignis – die erste eigene App – hat sich mehr als nur ein bißchen überholt.

Die Geburtsstunde der App für jeden und alles

Tobit war mit seiner chayns App seiner Zeit bahnbrechend. Mit Einführung der kostenlosen Version wurde ein sehr exklusives Highend-Produkt massentauglich. Jede Firma, jeder Verein und gefühlt jeder Busfahrer konnten sich ihre eigene App mit eigenem Logo auf ihr Smartphone installieren.

Das machten binnen weniger Jahre tausende. Die Funktionalität war jedoch immer dieselbe. Mit einem Klick die Facebook-News des damit verbundenen Accounts aufrufen. Das ist wenig Innovation und damit auch zu wenig für Apple gewesen, dass die Apps aus dem Itunes-Store von Apple radikal entfernt wurden.

Spannender ist ein Blick auf die Erwartungshaltung der Verbraucher und Zukunftsvision der Entwickler vor 8 Jahren. Also 2013. Wer die Keynots von Tobias Groten und Team damals mit verfolgt hat, sah sich einer deutlich veränderten Zukunft nah. Morgens die Brötchen beim Bäcker mit dem Smartphone zahlen und abends mit den Smartphone in der Hand die Eingangskontrolle zur Disco passieren.

8 Jahre später ist vieles davon Realität geworden. Zugegeben bezahle ich mit iPay und das sogar via Uhr und nicht mit dem Smartphone, aber ich kriege meine Brötchen auch noch anders gekauft. Das ist auch noch der Regelfall. Auch hat es sich nicht bewahrheitet, dass irgendwann jeder seine eigene App haben wird. Warum auch? Sie hat leider keinen echten Nutzen. Aber genau das führt zu wesentlichen Punkt.

Eine App ist kein Statussymbol auf der Frontseite des Smartphones, wenn man gerade den Apfel auf der Rückseite nicht sehen kann. Eine App ist der direkte Weg zu einem echten Service. Also einem Dienst, den der Anbieter auf Knopfdruck bietet. Wer das liefert, ist heute noch dabei und direkt auf dem ersten Screen.

Die beiden App-Icons von w+ und COMMERCE4 auf meinem Smartphone können original nichts, aber sie haben nostalgischen Wert und ich bringe es kaum über das Herz, den Stecker zu ziehen und sie zu entfernen.

In einem Punkt war der Riecher der Väter von chayns aber goldrichtig. Facebook wird in vielen Fällen die bessere Newsseite sein. Eine Webseite ersetzt es in unseren Augen aber noch lange nicht. Da hat mein inzwischen 10 Jahre alter Hund noch echte Chancen, den Nachfolger chayns Website und Shop noch überleben.

Was man von allem für sich in seine Kommunikationsstrategie rein nimmt ist am Ende vor allem eine Frage der Vernetzung und auch Steuerung. Selten machen Inhalte 1:1 in die verschiedenen Kanäle eingekippt Sinn.

Das sind exakt unsere Themen, die wir beraten, konzeptionell ausgestalten und mit unseren Kunden in die Praxis umsetzen. So, dass die Teams vor Ort später selbstständig und erfolgreich arbeiten können. Neugierig. Dann sprechen wir darüber.

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